Kunst ist aus unserem Alltag heute nicht mehr fortzudenken und spielt im Leben der allermeisten Menschen auf die eine oder andere Weise eine wichtige Rolle. So zahlreich und verschieden die Menschen und deren Geschmäcker, so facettenreich ist auch die Kunst mit ihren verschiedenen Spielformen, Stilrichtungen und Ausprägungen in den unterschiedlichsten Varianten.
Während einige Formen künstlicherischer Gestaltung nur eine kurze Hochphase erleben und danach wieder ‘aus der Mode’ geraten, gibt es andere Stilrichtungen, die, einmal etabliert, aus der Kunstwelt nicht mehr wegzudenken sind und auch über Jahrzehnte ihre Anhänger nicht verlieren und stetig neue dazu gewinnen.
Pop-Art z.B. hat sich von der einst neuen und ungewöhnlichen Kunstform über die Jahre zum echten Dauerbrenner gemausert. Mitte der 1950er Jahre tauchte Pop Art plötzlich – und offenbar unabhängig von einander – sowohl in England als auch in den USA auf und begann einen bemerkenswerten Siegeszug durch die Kunstszenen dieser Welt. In weniger als 10 Jahren wurde Pop Art mit ihren alltäglichen Motiven, bevorzugt aus der Welt der Medien und des Konsums, zur unbestritten vorherrschenden Form künstlicheren Ausdrucks.
So wie ca. 100 Jahre zuvor der Realismus eine idealisierende Darstellung der Welt durch die Kunst verweigert hatte, verstanden die frühen Künstler der Pop Art sich als bewusste Gegenfiguren zur abstrakten Kunst, in der die Abbildung des Alltages als trivial bewertet wurde. Pop Art Künstler streben genau diese Trivialität bewusst an, fordern absolute Realität und klare Strukturen.
In erster Linie ist Pop Art eine Kunstform der Malerei, wie z.b. ein Wand Bild und Skulptur-Kunst, doch auch auf literarische Strömungen hat diese Kunstform Einfluss genommen. In den 1990er Jahren erlebte die so genannte Pop-Literatur einen erstaunlichen Boom, der fast ein Jahrzehnt andauerte und bis heute Einfluss auf die moderne Literatur hat.